Was ist Kali Silat Evolution (KSE)?

Kali Silat Evolution : optimales Koordinationstraining, ideale Ergänzung zum Ju Jutsu, auch für Ältere geeignet 

Kali Silat Evolution oder KSE ist eine moderne Synthese aus mehreren traditionellen, philippinischen und südostasiatischen Kampfkünsten. Die Trainingskonzepte von KSE beinhalten Panantukan (philippinisches Boxen), Sikaran (philippinisches Kicken/Treten), Doble Baston (Doppelstock), Solo Baston (Einzelstock), Daga (Messerabwehr), Espada Y Daga (Schwert und Dolch), Kadena De Mano („verkettete Hände“ / philippinisches Trapping) und Dumog (philippinisches Grappling) sowie verschiedene Ansätze des Pencak Silat. Darüber hinaus ist das KSE stark vom Muay Boran (Thaiboxen) und dem westlichen Boxen beeinflusst.

Effektive Selbstverteidigung

Im KSE werden diese Konzepte zu einem sehr effektiven Kampfsystem verwoben. Durch die Kombination aus Training mit leeren Händen und Waffentraining entwickelt der Übende Schnelligkeit, Koordination, Ausdauer, Kraft und Reflexe, die die Selbstverteidigungs- und Kampffähigkeiten unterstützen. Oft werden die Technikabfolgen aus der Stockanwendung 1:1 in waffenlose Kombinationen oder Techniken mit einem Hilfsgegenstand überführt.

 

Gesundheit

KSE verzichtet auf hohe Würfe und ist damit auch für Sportler mit gesundheitlichen Einschränkungen ideal. Das Training ist in der Regel körperlich nicht sehr anstrengend. Es fordert und fördert eher die koordinativen Fähigkeiten. Manche Menschen sagen, es ist dem Jonglieren durchaus ähnlich. Das Training mit dem Stock, waffenlose Selbstverteidigung, Boxen auf Pratzen, und Sparring-Vorübungen sind sehr abwechslungsreich. Es macht jeder Altersgruppe viel Spaß. Wer später „richtig Gas geben will“, kommt beim Kickbox-Sparring auf seine Kosten und richtig ins Schwitzen. Auch für die Frauen-Selbstverteidigung ist KSE sehr gut geeignet. Es ist damit eine ideale Ergänzung zum Ju-Jutsu. Viele KSE-Konzepte sind 1:1 kompatibel mit Ju-Jutsu-Techniken und bereichern diese. Im Jahr 2000 wurden bereits einige Elemente aus dem Kali Silat ins Ju-Jutsu-Prüfungsprogram übernommen, wie z.B. der Dreierkontakt oder einige Messerabwehrkonzepte. Sie sind also Ju-Jutsu-Sportlern gut bekannt.

Der Gründer des KSE

Der Gründer von KSE ist Jeff Espinous, mit dem Rang des Dakilang Guro, das entspricht dem 9. Dan bei anderen Kampfsportarten. Er wurde 1963 in Paris, Frankreich, geboren. 1989 begann er, philippinische Kampfkünste in Paris zu unterrichten, und war damit der erste Ausbilder in Frankreich, der diese Kampfstile unterrichtete. Es gibt KSE-Clubs, -Gruppen und Vereine auf der ganzen Welt, in Deutschland z.B. in München, Berlin, Köln, Karlsruhe, Stuttgart und Rostock. Jeff gibt Seminare auf der ganzen Welt. Mehr Informationen zum Gründer gibt es hier https://www.kalisilatevolution.com/ 

 

KSE in Unterwössen

Bei KSV Unterwössen unterrichtet Stefan Wörnle seit November 2022 Kali Silat Evolution. Er ist Kadua Guro (1. Dan) KSE und hat den 4. Dan in Ju-Jutsu und eine Trainer C und B-Lizenz. Er betreibt seit 1979 Ju-Jutsu und seit 2016 KSE. Seine Trainer im Münchner Verein SV Harteck sind Hans Rucker (7. Dan), Alex Thanner (5. Dan), Martin Albrecht (3. Dan) und Martin Sieber (3. Dan).

 

Kleidung & Graduierungssystem

Im KSE gibt es keine Gürtel. Farbige T-Shirts zeigen den Wissenstand der Sportler. In den Phasen 1 und 2 ist das T-Shirt weiß, Phase 3 und 4 sind gelb, Phasen 5 und 6 sind rot. Danach beginnen die Meistergrade mit schwarzen T-Shirts und roten Streifen am Ärmel. Dazu werden schwarze Kampfsporthosen (lang oder kurz getragen). Trainiert wird in der Regel mit Turnschuhen ohne Matten. Wer die Prüfung zu einer Phase ablegen will, muss ein umfassendes Prüfungsprogram beherrschen. Dies schließt Einfach- und Doppelstock-Techniken, Box- und Kick-Techniken, Messerabwehr, Hebeltechniken und Takedowns mit ein. 

Schutzausrüstung

Folgende Schutzausrüstung wird empfohlen: Tiefschutz/Unterleibsschutz, leichte Mixed Martial Arts-Handschuhe, später für Fortgeschrittene auch Boxhandschuhe und Schienbein-Spann-Schutz und Mundschutz.

Trainiert wird häufig mit zwei leichten, schlanken Rattan-Stöcken, ca. 60 – 80 cm lang und rund 2,5 cm dick du mit gepolsterten Softsticks. Zu schwere und zu massive Stöcke belasten die Handgelenke zu stark und sind nicht ideal für das Training. Wer auch zuhause üben will, sollte sich Stöcke (ca. 10-15 € pro Stück) und Mixed Martial Arts Handschuhe (ca. 40 € pro Paar) privat kaufen. Pratzen und andere Trainingsgeräte stellt beim KSV Unterwössen der Verein. Eine Bestellung der persönlichen Ausrüstung kann über den Verein organisiert werden. Tiefschutz und Mundschutz sind natürlich persönlich zu kaufen.